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Deutschland vs. Australien #01 - Zehn Unterschiede im Straßenverkehr 🚗

Aktualisiert: 6. Apr 2019

Kein Wunder, dass hier in Australien so viele Dinge anders sind als in in Deutschland... Immerhin liegen zwischen den beiden Ländern über 14.000 Kilometer. Fangen wir doch mal bei dem Straßenverkehr an: Was ist anders im Land Down Under und was ist genauso wie in Deutschland?


1. Linksverkehr


In Australien herrscht - wie du sicherlich weißt - Linksverkehr und das Lenkgrad befindet sich auf der rechten Seite im Fahrzeug. Anfangs kann es sich sehr ungewöhnlich anfühlen, auf der anderen Straßenseite zu fahren, doch man gewöhnt sich relativ schnell daran.


2. Mautgebühren & Bußgelder


Mautgebühren sind lästig und manchmal unumgänglich. Sehr viele Highways nahe der australischen Metropolen (Sydney, Melbourne, Brisbane und Perth) sind mautpflichtig und alles andere als billig. Die Mautgebühr kann man dann bis zu 3 Tagen nach dem Befahren der Straße zahlen oder man legt sich einen sog. elektronischen Tag (Ausweis) zu, sodass die Bezahlung sofort elektronisch erfolgt und man sich nicht mehr darum kümmern muss.

Hier in Australien sollte man sich genaustens an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten! Anderenfalls wird es teuer. Sehr teuer. Vielleicht sogar unbezahlbar, wenn man zu schnell unterwegs war. Wenn man mit 15km/h mehr auf dem Tacho geblitzt wird, kann man gleich mal $100 zahlen und einen Punkt kassieren. Bis zu $1.500 zahlt man, wenn man schneller als 45km/h unterwegs ist (+ man verliert seinen Führerschein für eine gewisse Zeit). Ausserdem sind die Strafgebühren an Feiertagen doppelt so hoch und man kassiert doppelt so viele Punkte!


3. Ampeln machen Geräusche


Wenn man in Australien als Fußgänger unterwegs ist und die Straße überqueren möchte, gibt es wie bei uns in Deutschland einen Knopf, den man drückt, damit die Fußgängerampel auf grün schaltet. So weit so gut. Wird die Ampel dann grün, so ertönt ein lautes Geräusch, dass die Fußgänger auf das grüne Licht aufmerksam macht. Wenn man so etwas das erste Mal hört, kann man davon ganz schön erschrecken, so ging es mir in den ersten paar Wochen.


Genau so ein Alarmgeräusch ertönt allerdings auch, wenn die Ampel für den Straßenverkehr auf grün schaltet. Deshalb sollte man sich nicht nur auf das Geräusch verlassen. Manche sind es so gewohnt bei diesem Alarm loszulaufen, ohne vorher noch einmal die Ampel zu checken. Das kann gefährlich sein, falls die Ampel für die Fahrzeuge grün ist, aber nicht die für Fußgänger.



4. "Jaywalking"

Eine andere Sache, die mir relativ schnell aufgefallen ist, ist, dass viele Australier die Straße bei roter Ampel überqueren. Das nennt man Jaywalking und es ist eigentlich nicht erlaubt... Dabei sagt man doch immer, das Australier so "laid-back" sind und nicht so gestresst wie wir Deutschen. Warum können sie also dann nicht warten bis die Ampel grün ist? Ich als Deutsche bin manchmal die einzige, die darauf wartet, bis die Ampel auf grün schaltet, bevor ich den Fuß auf die Straße setze. Aber das macht nichts, immerhin bin ich so auf der sicheren Seite ;)


5. Höchstgeschwindigkeiten

Innerorts liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 50-60km/h - je nachdem wo man sich aufhält. Also genauso wie bei uns in Deutschland. Außerhalb geschlossener Ortschaften darf man 70-110km/h fahren.Leider gibt es im Gegensatz zu Deutschland überall eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf den Autobahnen.


5. Straßenschilder

Grundsätzlich haben die Australier die gleichen Straßenschilder wie wir Deutschen, z.B. das Vorfahrt achten Verkehrszeichen oder das Stoppschild usw. Allerdings gibt es in Down Under auch Schilder, die wir so in Deutschland gar nicht kennen:




6. Abbiegen in Melbourne

Was ist am Abbiegen in Melbourne so anders? Hast du schon einmal von dem sog. Hook Turn gehört? An vielen Kreuzungen in der Melbourner Innenstand muss man einen hook turn ausfüren, um nach rechts über eine von der Straßenbahn befahrene Straße abzubiegen. Dazu ordnet man sich links ein, lässt die geradeaus fahrenden Fahrzeuge vorbeifahren und biegt erst dann nach rechts ab. Klingt kompliziert, ist es auch.


7. Blinken im Kreisverkehr

Bitte korrigiert mich hier, falls ich falsch liege...

Ich habe meinen Führerschein in Deutschland gemacht und uns wurde folgendes beim Befahren eines Kreisverkehrs gelehrt: Bei der Einfahrt wird nicht geblinkt, nur kurz vor der entsprechenden Ausfahrt wird nach rechts geblinkt.

Folgendes habe ich in Australien gelernt (natürlich fährt man hier im Uhrzeigersinn): Beim Einfahren in den Kreisverkehr wird geblinkt & zwar je nach dem, welche Ausfahrt man nimmt: Nimmt man die erste Ausfahrt, so wird nach links geblinkt. Fährt man geradeaus, wird beim Befahren des Kreisverkehrs nicht geblinkt. Will man die letzte Ausfahrt nehmen (also nach rechts), dann blinkt man auch rechts. Zusätzlich wird dann kurz vor dem Ausfahren nach links geblinkt.


8. Wildtiere

Wie ich im fünften Punkt kurz angedeutet habe, gibt es in Australien viele Wildtiere, die den Straßenverkehr behindern können. Vor allem Kängurus, Emus, Wombats und Koalas treiben sich manchmal in der Nähe der etwas abgelegeneren Straßen herum.


9. Notrufnummer bei einer Autopanne

Anders als in Deutschland ist die Telefonnummer für den Notruf (Polizei, Ambulanz, Feuerwehr) NICHT die 112, sondern 000.


10. Helmpflicht für Fahrradfahrer

Kurz und knapp: Radfahrer müssen hier in Australien einen Helm tragen, anderenfalls müssen sie ein Strafgeld zahlen.



Ich hoffe, dir hat dieser Überblick des australischen Straßensystems gefallen, denn das ist erst der erste Teil meiner neuen Rubrik: Deutschland vs. Australien!

Welche Unterschiede im Straßenverkehr sind euch aufgefallen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen! :)



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